Henning Rehbaum MdL

Landesregierung schafft Anschlussprogramm für Alltagshelfer im Kreis Warendorf

Im Kampf gegen den Personalmangel in der Kindertagesbetreuung startet Nordrhein-Westfalen eine Ausbildungsoffensive als Anschlussprogramm für die Kita-Alltagshelfer in der Corona-Krise und für Quereinsteiger. Ausgestattet mit 55 Millionen Euro will die Landesregierung in den kommenden drei Jahren drei Säulen der Aus- und Weiterbildung für die Kinderpflege, das Erzieherwesen und Assistenzkräfte unterstützen. Das teilte das Familienministerium mit.
 
„Auch im Kreis Warendorf haben waren Vielzahl von Quereinsteigern als Kita-Helfer/in aktiv und haben die Fachkräfte vor Ort unterstützt. Mit dem Anschlussprogramm löst die Landesregierung ihr Versprechen ein und gibt nun allen Alltagshelferinnen und -helfern die Möglichkeit in den Kitas eine Anschlussbeschäftigung zu finden. Die Corona-Pandemie stellt auch die Kindertagesbetreuung vor große Herausforderungen. 
Die Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen, die Träger und Jugendämter im Kreis Warendorf haben diese Herausforderungen in den vergangenen Monaten hervorragend bewältigt“, so die heimischen Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier und Henning Rehbaum, der gleichzeitig auch Kandidat der CDU für die kommende Bundestagswahl ist, in einer Pressemitteilung.
 
Darüber hinaus will NRW künftig bundesweit Vorreiter bei einer neuen praxisintegrierten Ausbildung zur staatlich geprüften Kinderpflegerin oder zum Kinderpfleger sein. Bisher sei die Kinderpflege-Ausbildung rein schulisch in Vollzeit organisiert. Für viele Interessierte sei eine Ausbildung ohne finanzielle Vergütung aber nicht attraktiv.
 
Voraussetzung für die Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss, ein Arbeitsvertrag zu Beginn des neuen Kita-Jahres über eine Laufzeit von zwei Jahren sowie ein Platz an einer Berufsfachschule. Die Auszubildenden würden in den Kitas dann als Ergänzungskräfte eingesetzt, so Henning Rehbaum weiter. Allein in diese Förderung sollen 40 bis 45 Millionen Euro fließen. Außerdem sollen in der Corona-Krise eingestellte Alltagshelfer mit Lehrgängen zu Assistenzkräften im nicht pädagogischen Bereich in den Kitas fortgebildet werden. Dazu habe das Land einen Lehrgang konzipiert, der Grundkenntnisse in Pädagogik, Ernährung, Hygiene, Arbeits- und Gesundheitsschutz vermittele. Damit solle die Arbeit der Kita-Helfer vorangebracht werden, so die Abgeordneten weiter. Voraussetzung sei ein Arbeitsvertrag mit einer Einrichtung. Fragen zur Anmeldung können an die Berufskollegs gerichtet werden, welche die Fachschulen für Sozialpädagogik und Berufsfachschulen Fachrichtung Kinderpflege anbieten.