Henning Rehbaum MdL

Alarmierender Preisanstieg für Holz und Baustoffe

Rehbaum und Kykal besuchen Zimmerer Josef Kemper in Dolberg

Seit Anfang des Jahres sind die Preise für Holz und viele andere Baustoffe extrem gestiegen. Grund genug für den Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum (CDU) und den Dolberger CDU-Vorsitzenden Dennis Kykal, sich bei Zimmerermeister Josef Kemper in Dolberg über die Auswirkungen des Preisanstiegs zu informieren. Josef Kemper berichtet: „Über viele Jahre waren wir niedrige Preise bei guter Qualität gewohnt. Jetzt haben sich die Preise für Dachlatten verdreifacht - wenn man überhaupt welche bekommt. Bei Massivholz, Schnittholz und Dämmstoffen sieht es ähnlich aus. Das habe ich in 20 Jahren noch nicht erlebt.“
Dennis Kykal sorgt sich um die Familien, die sich gerade für den Bau eines Einfamilienhauses in Dolberg entschieden haben: „Wenn die Baukosten um 10-20% steigen, ist das eine riesige Zusatzbelastung für Familien, auch bei uns in Dolberg, die ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen wollen.“
v.l.: Henning Rehbaum MdL, Josef Kemper, Dennis Kykal
Henning Rehbaum, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, ergänzt: „Wir brauchen viele neue Wohnungen. Da hilft  nur bauen, bauen, bauen! Die NRW-Landesregierung hat deshalb 2017 eine Aufholjagd im Wohnungsbau gestartet. Da wird die Preisexplosion bei Holz und Baustoffen jetzt zu einer echten Wachstumsbremse im Wohnungsbau. Und auch die energetische Gebäudesanierung für den Klimaschutz  kommt nicht voran, weil Dämmstoffe fehlen.“  Josef Kemper sieht viele Gründe für den plötzlichen Preisanstieg: „Vom Borkenkäfer über die Niedrigzinspolitik der EZB bis zum massenhaften Export nach China oder die USA gibt es viele Gründe für die Situation. Patentrezepte gibt es da nicht.“ Überlegenswert wäre, die Frist für den verpflichtenden Baubeginn bei Vorliegen einer Baugenehmigung zu lockern. Von Zöllen auf Holzexporte hält Kemper nichts: „Wenn wir Zölle auf Holz erheben, kommen China und USA mit Zöllen auf Waren, die wir dringend brauchen. Das holt uns alles wieder ein.“ Henning Rehbaum: „Man kann kurzfristig nur an die großen Sägewerke appellieren, ihre Marktmacht verantwortungsvoll einzusetzen und bei allem Export auch die deutsche Stammkundschaft fair zu behandeln. Weil der Markt durch wenige große Sägekonzerne geprägt ist, habe ich den NRW-Wirtschaftsminister gebeten zu prüfen, ob der krasse Preisanstieg kartellrechtlich bedenklich ist. Außerdem halte ich es für wichtig, die Waldbauern mit ins Boot zu holen, die einen vernünftigen Preis für ihr jahrzehntelang gepflegtes Holz verdient haben und dann sicher auch in der Lage sind, mehr zu liefern.“