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28.11.2018, 15:01 Uhr
685.000 NRW-Landesgeld für die Verlagerung von Gütern auf die Schiene in Ahlen
Einen Zuwendungsbescheid über rund 685.000 hat Verkehrsminister Hendrik Wüst heute an die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) übergeben. Das Geld kommt aus dem Förderprogramm des Landes NRW für öffentliche nicht bundeseigene Eisenbahnen (NE-Bahnen), das die CDU-geführte Landesregierung in diesem Jahr wieder eingeführt hat. Ziel des Förderprogramms ist es, den Investitionsstau auf den Strecken der NE-Bahnen aufzulösen und zahlreiche Industrie- und Gewerbegebiete wieder an die Hauptstrecken der Bahn anzubinden. NE-Bahnen sind oft die „letzte Meile“ vom Unternehmen zum Eisenbahnnetz.


V.l.n.r.: Johann Ubben (WLE), Andre Pieperjohanns (WLE), Verkehrsminister Hendrik Wüst, Henning Rehbaum (CDU), Annette Watermann-Krass (SPD), Ulrich Reuter (FDP)
Dazu der heimische, direkt gewählte Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum (CDU): „Mit der Förderung ermöglichen wir, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu holen. Schön, dass dieses Förderprogramm, das ich in den Koalitionsverhandlungen 2017 eingebracht habe, nun in der Heimat ankommt.“
Auch Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) zeigte sich erfreut: „Wir wollen den Verkehrsträger Schiene sowohl im Personenverkehr und im Güterverkehr stärken, und versprechen und ganz konkret eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene.

Die WLE verwendet das Geld für die Reaktivierung des Industriestammgleises in das Gewerbegebiet Ahlen-Ost mit der Anbindung der ehemaligen Blomberg-Hallen und mehrerer Unternehmen. „Hierbei werden 1.225 Meter Schwellen und rund 3000 Tonnen Schotter erneuert“, sagte Johann Ubben, Prokurist bei der WLE. „Dafür werden etwa 900.000 Euro verbaut. Über diese Infrastruktur wird ein Verkehr mit 200.000 Tonnen sogenannten Stahlcoils aus Südost-Niedersachsen nach Ahlen vom LKW auf die Bahn verlagert. Dieser Verkehr ist langfristig vereinbart.“

Hintergrund:

Förderprogramm NE-Bahnen: Mit dem Förderprogramm werden Investitionen in den Erhalt und den Ausbau von überwiegend für den Güterverkehr genutzten Schienenstrecken und Verladeeinrichtungen der NE-Bahnen finanziell unterstützt. Voraussetzung ist, dass die Infrastrukturen für alle Eisenbahnen zugänglich – also öffentliche Infrastrukturen – sind. Zehn Millionen Euro stehen im Jahr 2018 bereit. Auch in den Folgejahren soll die Förderung fortgesetzt werden.

Die Rund 70 kommunalen und privaten Eisenbahnunternehmen verfügen allein in NRW über ein öffentlich zugängliches Schienennetz von etwa 1.500 Gleiskilometern. Die Bahnen sind sowohl in den Randzonen der Ballungsgebiete als auch in den Ballungsräumen von großer verkehrs- und strukturpolitischer Bedeutung.