Bildung ist das A&O

08.05.2017, 14:52 Uhr

Zu einem turnusmäßigen Arbeitsgespräch trafen jetzt der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum und Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger zusammen. Im Mittelpunkt der Unterredung standen die Herausforderungen, denen sich die Kommunen im schulischen und frühkindlichen Bildungsbereich zu stellen haben. Die nach wie vor anhaltenden Schwierigkeiten, freigewordene Schulleiterstellen zügig neu zu besetzen, stellten die Geduld aller Beteiligten auf eine harte Probe, so Bürgermeister Berger: „Diese Situation ist nicht nur für die Stadt als Schulträger unerfreulich, vor allem das Leben an den betroffenen Schulen selbst leidet unter dem Vakuum an der Spitze." An sechs Ahlener Schulen seien gegenwärtig die Direktorenposten nicht besetzt. In Zeiten von G8, Inklusion und der der Integration von Geflüchteten und Seiteneinsteigern müsse nach den Worten von Berger sichergestellt sein, dass die personelle Ausstattung einer jeden Schule den pädagogischen und organisatorischen Ansprüchen „voll und ganz" entspricht.

 
„Bildung ist das A&O", zeigte Henning Rehbaum großes Verständnis für die Forderungen des Ahlener Bürgermeisters. „Wir brauchen endlich mehr Lehrer gegen den Unterrichtsausfall, attraktive Bedingungen für Schulleiter und den sofortigen Stopp der Schließung von Förderschulen", so der Abgeordnete. Die Landesregierung müsse Schluss damit machen, eine Bildungspolitik zu betreiben, die auf dem Rücken von Schülern, Lehrern und Eltern ausgetragen werde. Gleiches gelte laute Rehbaum auch für die Finanzierung der frühkindlichen Bildung. „Unsere Kitas brauchen mehr Geld, weniger Bürokratismus und mehr Zeit für die Kinder." Seine Wünsche an die Politik formulierte Bürgermeister Berger: „Die Finanzierung für unsere Kindergärten reicht vorne und hinten nicht. Die Gruppen sind zu groß und es werden weitere Kindergartenplätze benötigt." Vor allem die zunehmenden Dokumentationspflichten führten dazu, dass die Erzieherinnen und Erzieher immer mehr zeitlich aufwendige administrativ Tätigkeiten ausüben müssten, die letztlich auf Kosten der Kinder gingen. Die Stadt Ahlen werde, so Berger, in den kommenden Wochen und Monaten erhebliche investive Anstrengungen auf sich nehmen, um allen Kindern den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zu erfüllen. Rehbaum und Berger vereinbarten eine intensive Zusammenarbeit beim dringend anstehenden Kita-Gesetzgebungsprozess in der kommenden Wahlperiode des Landtags.