Rehbaum besucht KiTa Arche Noah

22.11.2016, 10:03 Uhr

Kürzlich besuchte der MdL Henning Rehbaum das Familienzentrum Die additive Kindertageseinrichtung Arche Noah in Ahlen.

In einem gemeinsamen Gespräch mit der Leitung Frau Dr. Susanne Jonas und der Erzieherin Sandra Pelkmann tauschte sich Rehbaum über das KiBiz-Gesetz aus.

Die aus dem Gesetz in der Praxis resultierenden Herausforderungen und Probleme für die Arbeit und Mitarbeiter standen im Vordergrund.

Auch über mögliche Verbesserungen wurde diskutiert.


Einigkeit herrschte bei allen Beteiligten darüber, dass die Personal- und Finanzausstattung der Kindergärten dringend verbessert werden müssen.

Die Belastung der Erzieherinnen sei in den letzten Jahren weiter gestiegen. Susanne Jonas: “Vor lauter Dokumentationspflichten fehlt den Erzieherinnen die Zeit für die Kinder.”

Enttäuscht ist man von der Landesregierung: “Seit 6 Jahren weiß die rot-grüne Landesregierung von den Sorgen der Kindergärten und schimpft lauthals über das Kibiz. Warum tut sie dann nichts dagegen?”

Henning Rehbaum, selbst Vater von 3 kleinen Kindern, ergänzt: “Vielen Kindergärten droht der Kollaps, die Erzieherinnen sind überlastet. Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Kinder, und zwar jetzt – nicht erst 2018.”

„Der pflegerische Anteil wie Wickeln und Töpfchentraining im U3-Bereich nimmt eine immer größere Zeit in Anspruch. Das muss neben der pädagogischen Arbeit im normalen Alltag mit gestemmt werden“, erläutert Sandra Pelkmann die zusätzlichen Belastungen der Erzieherinnen. Frau Dr. Jonas verwies auf die angespannte Lage im heilpädagogischen Bereich. Denn die Arche Noah ist in ihrer Struktur ein zweigliedriges System, bei dem es sowohl einen heilpädagogischen Bereich (Finanzierung durch den Landschaftsverband Westfalen Lippe) und einen Regelbereich (Finanzierung Kinderbildungsgesetz) unter einem Dach gibt.

“Wenn wirklich die Finanzierung zukünftig nur noch über die Kibiz-Pauschalen abgebildet wird, bedeutet dies insbesondere für die Kinder, die durch ihre Behinderung einen deutlich erhöhten Mehraufwand haben, erhebliche Einbußen. Dann wird die heilpädagogische Förderung in diesem Rahmen nicht mehr refinanziert“, so Dr.Jonas.

Im Anschluss an das Gespräch machte sich Rehbaum bei einem Rundgang ein Bild von der Kindertagesstätte. Dabei äußerte er sich begeistert über die Liebe zum Detail bei der Einrichtung der Räume. Besonders gefiel ihm das Knöpfebad. "Ein Paradies zum Spielen", so Rehbaum. Der Rundgang endete mit einem Besuch der Kinder in der Turnhalle. “Die Erzieherinnen sind mit Leib und Seele für unsere Kinder da. Dafür möchte ich einfach mal herzlich “Danke” sagen. Sie machen einen tollen Job!”