Armin Laschet startet Modernisierung

02.11.2016, 10:22 Uhr | Bericht aus der Glocke vom 02.12.2016
Mit dem Durchschneiden des Absperrbands fiel der offizielle Startschuss für die Renovierung der Ofenlinie V bei den Phoenix-Zementwerken Krogbeumker in Beckum. Bild: Krogmeier
Mit dem Durchschneiden des Absperrbands fiel der offizielle Startschuss für die Renovierung der Ofenlinie V bei den Phoenix-Zementwerken Krogbeumker in Beckum. Bild: Krogmeier

Beckum (Kro) - Die Firma Phoenix Zementwerke Krogbeumker an der Stromberger Straße in Beckum hat den Startschuss für eine umfassende Modernisierung ihrer Ofenlinie V gegeben. Am Montag war es Armin Laschet, der das obligatorische Band durchschnitt.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der NRW-CDU und CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Nordrhein-Westfalen gaben Dr. Gustav und Marcel Krogbeumker, der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum und Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann während seines Informationsbesuchs den Startschuss für den ersten Modernisierungsschritt, bei dem der Beton-Wärmetauscherturm zurück gebaut werden soll.

Wie kommt NRW beim Wirtschaftswachstum weg vom letzten Platz in Deutschland? Wie können wir zu einem guten Einklang von Ökologie und Ökonomie kommen? Das waren Fragen, mit denen sich Laschet auseinandersetzte. Wirtschaftswachstum bringe neue Arbeitsplätze, und dabei hätten alle anderen Bundesländer NRW überholt. Ohne Westfalen sähe das Gesamtbild allerdings noch schlimmer aus, führte der CDU-Politiker aus.

Kritik an Infrastruktur

Beim Besuch im Phoenix-Zementwerk in Beckum ging Achim Laschet natürlich auf die Wirtschaftspolitik in NRW ein. Hier müsse sich einiges ändern, führte er aus und sprach als Beispiele die zu lange dauernden Genehmigungsverfahren und die „miserable Infrastruktur“ an. So habe NRW bedingt durch fehlende Planungen nur drei Projekte beim Bund zur Infrastrukturförderung anmelden können. Zehn Projekte wären genehmigt worden, war sich Laschet sicher. Das Geld fließe so in andere Bundesländer wie nach Bayern.

Änderungsbedarf sah der CDU-Fraktionsvorsitzende auch bei der Inneren Sicherheit („in NRW geht es drunter und drüber“) und bei der Bildungspolitik. Auch den „überzogenen Natur- und Umweltschutz“ sprach er mit klaren Worten an. Hier gab er ein Beispiel: In Deutschland seien zehn Prozent der Flächen Naturschutzgebiete, im bevölkerungsreichen NRW 14 Prozent. „Und die rot-grüne Landesregierung mit Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) will das jetzt auf 20 Prozent ausdehnen“, kritisierte Laschet diese Politik.

Hier sprach Marcel Krogbeumker eine Sorge der Zementindustrie an. In NRW würden über den Umweltschutz die Abgrabungsgenehmigungen wegfallen. Das würde das Aus der heimischen Zementproduktion bedeuten. Künftig würde dann der Zement komplett aus China importiert. „Das ist für die Weltökologie viel schlimmer, als in Deutschland zu produzieren“, führte Laschet aus. Man müsse in Deutschland wieder das Verständnis für die Wirtschaft wecken, forderte der CDU-Politiker.