Ernte wird zum echten Nervenkitzel

27.08.2014, 09:32 Uhr | Bericht aus der Glocke vom 15.08.2014
Das Getreide am Boden, der Mähdrescher festgefahren: Der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum (l.) informiert sich bei Kreislandwirt Karl Werring über die Nöte der Landwirte im Kreis Warendorf. Die Ernte kommt derzeit nur schleppend voran.
Das Getreide am Boden, der Mähdrescher festgefahren: Der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum (l.) informiert sich bei Kreislandwirt Karl Werring über die Nöte der Landwirte im Kreis Warendorf. Die Ernte kommt derzeit nur schleppend voran.

Kreis Warendorf (gl) - Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum hat sich bei Kreislandwirt Karl Werring über die Sorgen der Getreidebauern informiert. „Die Ernte von Weizen und Triticale ist durch die ständigen Regenschauer äußerst schwierig“, sagt Karl Werring.

Das Getreide am Boden, der Mähdrescher festgefahren: Der CDU-Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum (l.) informiert sich bei Kreislandwirt Karl Werring über die Nöte der Landwirte im Kreis Warendorf. Die Ernte kommt derzeit nur schleppend voran.
 
An vielen Stellen liegt das Getreide am Boden. In diesen sogenannte „Lagern“ keimen bereits die Körner, die eigentlich geerntet werden sollen. „Uns Landwirten tut es in der Seele weh, wenn das Getreide, das wir über etliche Monate angebaut und versorgt haben, nun auf dem Feld verdirbt“, so Werring. Darüber hinaus werde die Einbringung der Ernte zu einem echten Nervenkitzel. Kaum sei es für ein paar Stunden trocken, rückten die Mähdrescher aus, um das hochreife Futtergetreide zu ernten.

Eine schwierige Situation für die Landwirte, weiß auch Henning Rehbaum (MdL) zu berichten: „Etliche Landwirte sitzen auf heißen Kohlen und möchten ihre Flächen vor dem nächsten Regen geerntet bekommen.“ Schwierig sei es für die Lohnunternehmer, die in den wenigen Sonnenstunden möglichst viele Kunden bedienen möchten, aber auch Bauern enttäuschen müssen, die sehnlichst auf den Mähdrescher warten. Oft müssten die Drescherfahrer die Ernte abbrechen, weil ein Regenschauer einsetzt oder der Mähdrescher nicht durch den aufgeweichten Boden fahren kann. „Obwohl Mähdrescher und Traktoren durchweg mit bodenschonenden Niederdruckreifen ausgerüstet sind, fahren sich die Maschinen im schlammigen Boden fest“, sagt Karl Werring.

Auf gut Glück zum nächsten Feld

Da bliebe oft nur, die Ernte abzubrechen und zum nächsten Feld zu fahren, um dort sein Glück zu probieren – oftmals über öffentliche Straßen. „Als Kreislandwirt bitte ich die Bürger um Verständnis für die Verkehrsbehinderungen durch unsere Erntemaschinen, die bei aller Sorgfalt nicht immer ganz verhindert werden können“, so Karl Werring. Henning Rehbaum, der während Schule und Studium selbst jahrelang Erfahrung als Erntehelfer und Schlepperfahrer sammeln konnte, ergänzt: „Bei Begegnungsverkehr von Pkw und Mähdrescher gibt’s nur eins: gegenseitige Rücksichtnahme und langsam fahren.“