Gespräch mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle

CDU-Landtagsabgeordneter Henning Rehbaum: Es wird immer schlimmer

28.07.2014, 10:51 Uhr | Bericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 26.07.2014
"Die Ausgrenzung einzelner Schüler wird immer schlimmer", hat der Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum festgestellt. Foto dpa

Kreis Warendorf. „Gegen Mobbing in der Schule kann man etwas tun!“ so die gute Nachricht des CDU-Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum. Der Abgeordnete aus Albersloh hat kürzlich die Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Warendorf besucht, um sich darüber zu informieren, was Schüler, Eltern und Lehrer gegen Mobbing in der Schule tun können.

 „Die Ausgrenzung und Einschüchterung einzelner Schüler in der Schule, in der Freizeit oder im Internet wird immer schlimmer“ weiß Rehbaum nach vielen Gesprächen mit Eltern, Lehrern und Schulsozialarbeitern im Kreis zu berichten. Die Hemmschwelle, Einzelne zur Aufwertung des eigenen Egos zu entwürdigen, sinke überall in der Gesellschaft. „Das macht mich traurig“, so Rehbaum.

 

 

Maike Ostrop, Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle, bestätigt den Eindruck des Abgeordneten: „Das Problem „Mobbing in der Schule“ wächst seit Jahren – und es kommt an allen Schulformen vor.“ Wichtig sei, so Ostrop, nicht wegzusehen, sondern das Thema Mobbing aktiv anzugehen. An dieser Stelle stehe die Beratungsstelle des Kreises Schülern, Lehrern und Eltern mit einer Vielzahl von Angeboten zur Seite.

 

Zunächst gelte es, ernsthafte Gespräche mit dem Mobbern als auch den Opfern zu führen und Maßnahmen für die Klasse, wie z.B. verbindliche Klassenregeln aufzustellen.

Auch weitere Schritte auf Schulebene sind eine Option. Das können soziale Kompetenztrainings sein oder pädagogische Tage. Aber auch Maßnahmen, die zusammen mit den Eltern erarbeitet werden, sind sinnvoll. Denn gerade Eltern sind besonders gefordert, mit der Situation ihrer Kinder umzugehen.

 

Maike Ostrop macht Schülern und Eltern Mut: „Dort, wo an einer Schule aus Überzeugung gemeinsam an diesem Problem gearbeitet wird, kann man Mobbing zurückdrängen. Der erste Schritt ist das vertrauliche Gespräch mit dem Klassenlehrer.“

 

„Jede Schülerin und jeder Schüler sollte mit einem guten Gefühl zur Schule gehen können – deswegen ist es so wichtig, etwas gegen Mobbing zu unternehmen“ lautet das Fazit von Henning Rehbaum nach einem intensiven Gedankenaustausch in Warendorf.

 

Weitere Infos zum Beratungsangebot des Kreises zum Thema Mobbing: www.rsb-waf.de

 

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