Henning Rehbaum
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Neuigkeiten
02.09.2019, 08:39 Uhr
Henning Rehbaum besucht Fa. Welscheit
Bürokratie, zu langsame Genehmigungsverfahren, Ausbildung aber auch großen Themen wie der Brexit, Strafzölle und Wechselkursschwankungen und umweltfreundliche Energieversorgung standen beim Besuch des wirtschaftspolitischen Sprechers der CDU Landtagsfraktion Henning Rehbaum beim Drensteinfurter Unternehmen Welscheit GmbH auf der Agenda. „Die Firma Welscheit GmbH importiert Mosaike und vertreibt diese als Großhändler an Fachkunden in ganz Europa.“, erklärt Geschäftsführer Martin Welscheit. Als lagerhaltender Importeur übernimmt der Mosaikgroßhändler zunehmend auch immer mehr die Abwicklung im Direktversand für seine Kunden zu deren Endkunden. „Wir profitieren vom wachsenden Geschäft im Internet und von offenen Grenzen für Waren in der EU“, erklärte der Unternehmer.
Henning Rehbaum (MdL) in Begleitung von Reinhard Pöhler (CDU Stadtverbandsvorsitzenden) , Heinrich Töns (CDU Fraktionsvorsitzenden), Markus Wiewel (CDU Ratsherr) und Bernhard Stückmann (CDU Ratsherr).
Dies sehe man auch daran, dass die Lagerkapazität der Firma Welscheit GmbH an ihr Limit komme. Deswegen hat man aktuell eine weitere Halle im Bau. Generell sei immer wieder unnötige Bürokratie ein Problem für den Mittelständler. Rehbaum verwies in diesem Kontext auf die neue Landesbauordnung sowie die Entfesselungspakete der Landesregierung, um Verfahren zu beschleunigen. Insbesondere bei Bauprojekten und dem Alltag von Mittelständlern seien hier zahlreiche Regelungen vereinfacht oder abgeschafft worden.
Angesichts des Mangels an gut ausgebildeten Fachkräften liegt dem Geschäftsführer die duale Ausbildung am Herzen und bildetet in den Bereichen Lager/Versand (Fachkraft für Lagerlogistik) und Verwaltung/Vertrieb (Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel) aus. Durch zusätzliche Maßnahmen förderte Welscheit die Attraktivität der Ausbildung und fordert weitere Attraktivitäts-steigerungen von der Politik. Mit dem NRW-Azubi-Ticket sei hier ein erster Schritt erfolgt, war die einhellige Meinung der Gesprächsteilnehmer. Da der Fachkräftebedarf jedoch kaum auf Basis der betriebsinternen Ausbildung gedeckt werden könne, betonte Martin Welscheit die Wichtigkeit der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. Bei vielen einfachen und organisierten Abläufen der heutigen Lagertätigkeit gebe es auch in seinem Unternehmen ein immer größeres Potential für Mitarbeiter aus anderen EU-Ländern oder für Flüchtlinge. „Einen Flüchtling haben wir bereits als Azubi beschäftigt und die Erfahrungen diesbezüglich sind positiv“, erklärte der Mittelständler.                                                                                                                                             
Das größte Kopfzerbrechen bereitet Geschäftsführer Martin Welscheit jedoch die globalen Handelsrisiken: „Die Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro bringen ein hohes Risiko im internationalen Handel mit sich und sind schon alleingenommen nicht angenehm“, wobei diese sich in der aktuellen gespannten Weltlage noch weiter verschärfte würden. „Zölle und Strafzölle sind aber, da unnötig und rein politisch motiviert, das größte Ärgernis“ befand Martin Welscheit. Dabei seien nicht nur die USA der Hauptschuldige: „Auch die EU hat Strafzölle auf einige von uns aus China importierten Waren verhängt“. Rehbaum verwies dazu auf die positiven Erfahrungen mit Freihandel: „Das letzte was wir brauchen ist eine Rückkehr zur Marktabschottung“, es gelte den grenzübergreifenden Handel zu erleichtern, gerade das Münsterland profitiere davon. Aber auch Nicht-Tarifäre Handelsschranken seien für die Firma Welscheit GmbH durchaus ein Problem: „Im- und Exportmeldungen, unterschiedliche Standards und ähnliche bürokratische Prozesse sind für ein mittelständiges Unternehmen nur durch erheblichen IT-Einsatz und die Automatisierung der Abläufe zu schaffen“, sorgte sich Martin Welscheit, dass mit dem Brexit und den Handelskonflikten weitere Schwierigkeiten auf seine Firma zukommen könnten. Ersterer werde jedoch, da bereits heute in einige Drittstaaten in Europa exportiert wird, kein gravierendes Problem sein, sofern der dann zu verwendende Meldeweg für die notwendige Exportabwicklung (Zollformalität) rechtzeitig bekannt wird.
In Sachen Energieversorgung hatte der Firmeninhaber positives zu berichten: „Die auf dem Dach zu installierende PV-Anlage auf dem Hallenneubau wird unseren Strombedarf zukünftig hoffentlich komplett decken“, auch habe man eine E-Ladesäule für PKW geplant. „Der Mittelstand geht bereits wichtige Schritte Richtung Co2-Neutralität. Das sollte der Bund noch weiter fördern, etwa durch Steuer- oder Abschreibungsanreize.“, freute sich Rehbaum über diese Nachricht. Es gelte die enormen Marktkräfte für technologische Lösungen zu nutzen und in den Dienst der Umwelt zu stellen, so gelinge die Energiewende schneller als durch Verbote und Zusatzbelastungen und werde zum Exportschlager für die deutsche Wirtschaft.