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24.01.2019, 09:36 Uhr
Das Azubi-Ticket kommt! So wird die Ausbildung noch attraktiver!
Heute hat NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst das Azubi-Ticket für Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Dazu erklärt der heimische Landtagsabgeordnete und Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Henning Rehbaum:
 
„Ich freue mich sehr, dass das Azubi-Ticket im Sommer an den Start geht. Unsere Auszubildenden können damit 7 Tage die Woche mit Bus und Bahn zum Betrieb, zur Berufsschule oder in der Freizeit fahren. Im Ruhrgebiet wohnen und im Münsterland eine Lehre machen ist dann deutlich einfacher - denn Hemmnisse, wie unterschiedliche Tarifgebiete fallen bei der Option eines landesweiten Tickets weg.
Das Azubi-Ticket hilft, die duale Berufsausbildung noch attraktiver für Schulabgänger zu machen - eine gute Nachricht auch für die zahlreichen Handwerks- und Industriebetriebe, die Azubis suchen.
Die Kosten für die jungen Leute sind erschwinglich, zumal die Betriebe sich finanziell am Azubi-Ticket ihrer Auszubildenden beteiligen können. Das Beste daran: Nur diejenigen, die auch wirklich ein Ticket wollen, profitieren davon.
 
Mit der Einführung des Azubitickets setzen wir einen weiteren Beschluss aus dem Koalitionsvertrag um. Bei den Verhandlungen zum NRW-Koalition 2017 habe ich mich persönlich für das Azubi-Ticket eingesetzt. Wie für Studierende gilt ab dem Sommer dann auch für Auszubildende in ganz Nordrhein-Westfalen: Sie müssen sich keine Gedanken mehr um den Weg zum Betrieb machen, sondern können das eigene Ausbildungsziel ansteuern.“
 
Hintergrund:
 
Das Azubi-Ticket wird zum Sommer 2019 eingeführt. Dieses Ticket können alle erwerben, die eine Ausbildung, einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolvieren, außerdem Meisterschüler sowie Beamtenanwärter des mittleren Dienstes. Grundlage hierfür ist die Einrichtung eines Azubi-Tickets Westfalen. Damit ist dann in allen Verkehrsverbünden ein Azubi-Ticket zu haben – im VRR, VRS und AVV gibt es dieses Angebot bereits. Neu ist für diese Bereiche, dass gegen einen Aufpreis von 20 Euro Auszubildende im ganzen Verbundbereich Nordrhein-Westfalen den ÖPNV nutzen können.
 
 
 
Vorteil für Azubis und Arbeitgeber:
 
Das Azubi-Ticket können alle erwerben, die eine Ausbildung, einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolvieren. Das Azubi-Ticket gilt darüber hinaus auch für Meisterschüler sowie für Beamtenanwärter des mittleren Dienst. Auszubildende, die ein landesweit gültiges Ticket NICHT brauchen, können überall in NRW ein verbundweites Ticket für maximal 62 Euro/Monat im Abonnement erwerben. Ab dem Ausbildungsjahr 01.08.2019 kann jeder Auszubildende in NRW ein landesweit gültiges Azubi-Ticket für maximal 82 Euro/Monat erwerben. Sofern Arbeitgeber und Azubis sich den Preis hälftig teilen, entfallen auf die Azubis pro Monat lediglich Kosten i.H.v. max. 41 Euro für das landesweite Ticket, für das verbundweite Ticket von 31 Euro.
Damit kann das Azubi-Ticket zu einem mit den Semestertickets für Studierende
(30 – 40 Euro pro Monat) vergleichbaren Preis angeboten werden. Aufgrund des hohen Interesses der Ausbildungsbetriebe am Azubi-Ticket geht das Land davon aus, dass die Unternehmen vielfach einen Zuschuss zahlen werden. Zuschüsse oder Komplettübernahmen der Kosten durch den Ausbildungsbetrieb müssen nicht als geldwerter Vorteil von den Azubis versteuert werden =reale Nettolohnerhöhung (Ausnahme: bei tariflicher Vereinbarung). Das Azubi-Ticket kann so auch ein Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität sein. Der Zuschuss zum Ticket ist für Arbeitgeber als Betriebsausgabe absetzbar. Während Studierende verpflichtet sind, das Semesterticket abzunehmen, bleibt es Azubis freiwillig überlassen, das Azubi-Ticket zu erwerben.