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11.05.2014, 20:20 Uhr
Landesregierung ignoriert Haltestellenchaos in Nordrhein-Westfalen
Henning Rehbaum zum Fernbusnetz:
 Nordrhein-Westfalen ist bundesweit der größte Nutznießer des noch jungen Fernbussystems. Bei der Haltestelleninfrastruktur sowie bei der Einhaltung von Linienwegen und Haltestellen herrscht derzeit jedoch Wildwuchs. So kommt es regelmäßig zu chaotischen Zuständen an den Haltestellen, oder Busse lassen Fahrgäste unterwegs aussteigen, was zu teils drastischen Verzögerungen führt. Diese Missstände will die Landesregierung aber nicht wahrhaben. In der Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion stellt sie fest, es gebe keine bedeutenden Probleme, bei denen sie tätig werden müsste.
 "Es kann nicht sein, dass in Nordrhein-Westfalen Wildwest-Zustände im Fernbusverkehr herrschen, nur weil die federführende Genehmigungsbehörde einer Linie etwa in Hamburg, Berlin oder München sitzt. Das werden wir Verkehrsminister Groschek nicht durchgehen lassen", erklärt Henning Rehbaum, Nahverkehrsexperte der CDU-Landtagsfraktion. Er erwarte eine Initiative des Verkehrsministers in der Verkehrsministerkonferenz zur Kooperation der zuständigen Aufsichtsbehörden bei länderübergreifenden Fernlinien. Die CDU-Fraktion werde dies im nächsten Verkehrsausschuss zur Sprache bringen, so Rehbaum.

 

2013 hatte die CDU-geführte Bundesregierung das innerdeutsche Fernbusverbot aufgehoben. Ziel war die Schaffung einer kostengünstigen und umweltfreundlichen Reisemöglichkeit auch für Menschen mit geringem Einkommen. Große Nachfrage gibt es vor allem bei Schülern, Studenten und Auszubildenden.