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04.05.2014, 22:48 Uhr | WN
Dönekes aus dem Leben der Partei
CDU-Kreisverband Warendorf feiert sein 40-Jähriges
 Kreis Warendorf - Den Bayern-Fans in der CDU hat es wenig genützt. Sie konnten höchstens noch die krachende Niederlage ihres Vereins verfolgen. Dabei hatte Landrat Dr. Olaf Gericke seine Rede kurz entschlossen um locker die Hälfte gekürzt, damit die Fußballfreunde auf ihre Kosten kommen.

Aber am Dienstagabend ging es weniger darum, die heiße Phase des Wahlkampfs einzuläuten. Die CDU feierte sich selbst – oder besser ihr 40-jähriges Bestehen seit der Fusion der Kreisverbände Beckum und Warendorf.

 Viele Weggefährten waren dazu in das Beckumer Kolpinghaus gekommen – unter ihnen der Ehrenvorsitzende Heinrich Windelen, aber auch ehemalige Abgeordnete und Landräte.

Kreisvorsitzender Reinhold Sendker hob in seiner Rede hervor, dass Mitgliederstärke, Einigkeit und Grundsatzstärke die Erfolgsfaktoren der CDU im Kreis Warendorf seien.

Auf Großleinwand waren später Zeitzeugen im O-Ton zu erleben. Sendker selbst hatte die bisherigen Kreisvorsitzenden interviewt. Leo Wolters war nach der Fusion der erste Kreisvorsitzende. Er schilderte die Verhandlungen, die er 1974 als CDU-Chef im Altkreis Warendorf mit Herbert Faust (CDU-Chef im Altkreis Beckum) geführt hatte.

Albert Leifert gab noch einige Dönekes zum Besten: So wurde 1990 wegen Stimmengleichheit per Los entscheiden, ob Dr. Peter Paziorek oder Reinhold Sendker für den Bundestag kandidieren soll. „Ich hatte die unangenehme Aufgabe, das Los zu ziehen. Aber am Ende sind ja beide nach Berlin gegangen. Also: Alles richtig gemacht.“ Leifert machte keinen Hehl daraus, dass sein Herz für die Kommunalpolitik schlägt. Schließlich war er nicht nur Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter, sondern auch Bürgermeister in Drensteinfurt. „Und das Schönste in dieser Zeit war, dass noch alle 13 Bürgermeister von der CDU gestellt wurden.“

Bundesminister a.D. Heinrich Windelen, der mehr als 20 Jahre CDU-Kreisvorsitzender war, wünschte seiner Partei, „dass die Ergebnisse der nächsten 40 Jahre ähnlich erfolgreich sind wie die der zurückliegenden“.