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16.04.2014, 22:15 Uhr | WN
Eltern sehen Sprachförderung in Kitas gefährdet
Gespräch mit CDU über KiBiz-Änderung

Kreis Warendorf - Der Vorstand des Kreiselternrates traf sich in der Kita Abenteuerland in Sassenberg mit den CDU-Abgeordneten Astrid Birkhahn und Henning Rehbaum, um über die Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) und die Inklusion in den Kitas zu sprechen. „Eine qualitativ hochwertige Betreuung, Bildung und Förderung von Kindern mit jeglicher Art von Handicap kann nur gelingen, wenn die Kitas die angemessene räumliche, personelle und sächliche Ausstattung erhalten“, erklärte dabei Astrid Birkhahn. „Aus diesem Grunde wird es bei einer Inklusion mit der Brechstange viele Verlierer geben“, berichtete Dirk Wicke, Vertreter für Belange von Kindern mit Handicap im Kreiselternrat.

Neben der Inklusion wird von den Eltern die Revision des Kinderbildungsgesetzes intensiv verfolgt. „Wir befürchten, dass Kinder mit Sprachförderbedarf durch die Indikationsfaktoren, die das KiBiz vorsieht, durch das Raster der zusätzlichen Förderung fallen. Es fehlen messbare Kriterien, um gezielte Sprachförderung für alle Kinder zu gewährleisten“, so Sandra Brinkmann, Vorsitzende des Elternrates.

Weiteres Thema war ein verbessertes Übergangsmanagement von der Kita zur Grundschule. Der Austausch zwischen Kitas und Grundschulen dürfe nicht vom Willen der Beteiligen abhängig sein, so Brinkmann.

Eine der Grundvoraussetzungen für gute Qualität in Bildung und Betreuung in den Kitas ist motiviertes und gesundes Personal. „Die Gesundheitsvorsorge ein wichtiges Anliegen sein“, betonte Henning Rehbaum. Dafür sollten vermehrt Mittel zur Verfügung gestellt werden.