Henning Rehbaum
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Neuigkeiten
30.11.2017, 12:18 Uhr | Bericht aus der WN vom 29.11.2017
Rehe, Wildschweine und viele Autos
CDU und Anwohner diskutieren über die Verkehrssituation an der Kreisstraße 40
-Birte Moritz- Rinkerode - Zwar herrscht im Anfangsbereich nach dem schweren Unfall Mitte Oktober aktuell noch ein Tempolimit. Ansonsten aber darf auf der Kreisstraße 40 von Rinkerode in Richtung Davensberg durchgängig Tempo 100 gefahren werden. Eindeutig zu schnell, so die Meinung der CDU, deren Mitglieder sich am Montagnachmittag gemeinsam mit dem heimischen Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum und einigen Anwohnern ein Bild vor Ort machten.

Ein Problem sei der starke Wildwechsel auf der Strecke durch das große Waldgebiet, wurde bei dem Gespräch deutlich. Denn neben Reh- und Damwild leben in der Davert auch Wildschweine. Da könne ein Zusammenstoß auch für die Autoinsassen schlimme Folgen haben, gab Jäger Klaus Frölich zu bedenken. Daher hatte der Hegering bereits im Sommer Maßnahmen ergriffen. Mit roten Kreuzen an den Unfallstellen sollen Autofahrer sensibilisiert werden. Außerdem sollen neuartige „Multi-Wildschutz-Warner“ die Tiere zurückhalten (WN berichteten). Sie zeigten erste Wirkung, sagte Revierinhaber Frölich, der von 20 bis 30 Wildunfälle an der K 40 pro Jahr spricht.

Zum anderen aber sei die Straße einfach viel zu schmal. Nicht nur für den auch dort stetig steigenden Autoverkehr sowie für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge.
An sommerlichen Wochenenden seien dort zahlreiche Ausflügler und Radsportler unterwegs. Und: „Die Straße ist eine ausgewiesene Radwanderstrecke“, merkte CDU-Ratsmitglied Reinhard Pöhler an. „Knapp ist es immer“, schilderte Anwohner Klaus Kisse seine regelmäßigen Radfahrten ins Dorf. Wenn seine Kinder dort mit dem Rad unterwegs sind, appelliere er: „Wenns nicht mehr passt, dann fahrt in den Graben“, um im Gefahrenfall die weniger schlimme Alternative zu wählen. „Wenn die Menschen mit dem Rad fahren sollen, dann muss auch dafür gesorgt werden, dass dies gefahrlos möglich ist“ äußerte Ortsvorsteher Bernhard Stückmann seine Meinung.